projekt

bezirkspflegeheim gleisdorf


Im Rahmen des geladenen Architekturwettbewerbes wurde auf einem nahe dem Ortszentrum von Gleisdorf gelegenen Grundstück das zukünftige Bezirkspflegeheim für 140 BewohnerInnen sowie für einen weiteren Bauabschnitt ein Wohngebäude konzipiert.Ein wesentlicher städtebaulicher Ansatz ist die Fassung der Umgebung mit einem Baukörper, welcher zum einen das richtige Gleichgewicht zum Parkplatz des nördlich gelegenen Einkaufszentrums herstellt und zum anderen die Geschoßigkeit der östlichen Gebäude weiterführt.
Der kompakte Baukörper reagiert durch die leicht zurück versetzte Positionierung auf die Verkehrssituation in der Schillerstraße und schafft somit eine Pufferzone, die prinzipiell der Erschließung dient, jedoch durch gezielte Zonierungen als attraktiver Vorplatz fungiert.
Durch die Fünfgeschoßigkeit des Bezirkspflegeheimes wird das Gebäude den ökonomischen und logistischen Ansprüchen voll gerecht und schafft innen wie außen klar strukturierte Bereiche.
Die gleichbleibende Logistik gewährleistet eine Übersichtlichkeit, die Identifikation mit der Station und deren Wiedererkennbarkeit wird durch einfache Interventionen, wie Farbstimmungen und Möblierung geschaffen.Das Erdgeschoß beinhaltet einerseits die öffentlichen Bereiche wie Foyer, einen multifunktionalen Veranstaltungsraum mit angrenzender Kapelle und dazugehöriger großzügiger nach Süd-Westen ausgerichteten Terrasse, der Administration und die durch zusätzliche separate Zugänge erreichbaren Abteilungen für die Bewirtschaftung.
Die vier darüber liegenden Wohngeschoße sind den Bewohnern vorbehalten.
Die verschiedenen Räume sind um das zentrale Stiegenhaus und ein Atrium, das sich über vier Geschoße erstreckt organisiert,  wodurch auch in der Kernzone eine ideale und natürliche Belichtung gegeben ist. Dieses Atrium vermittelt räumliche Großzügigkeit und Offenheit und fördert die geschoßübergreifende Kommunikation. Die großzügigen Aufenthalts- und Freibereiche mit direktem Bezug zum Außenraum und die Lage der Zimmer schaffen für die Bewohner einen zusätzlichen Mehrwert.
 Durch die klare Abfolge der einzelnen Funktionen, die Wahl der Geschoßigkeit und die Positionierung der Baukörper schafft dieser Entwurf einen hohen Anteil an attraktiven Außenräumen und Freibereichen. Im Süden kann somit die ruhige, geschützte und mit Bedacht gestaltete Grünanlage von allen Bewohnern genutzt werden, wodurch die wichtigen Bezüge zu Natur und Umgebung gefördert werden. Neben dem gestalterischen Gesamtkonzept wurden auch ökologische Aspekte berücksichtigt und daraus nachhaltige Lösungen erarbeitet, sodass das Gebäude dem vom Bund festgelegten qualitativen klima:aktiv Haus – Kriterien entspricht.

 

Daten

Standort: 8200 Gleisdorf, Austria
Bauherr: ÖWG - Österreichische Wonbaugen.mbH.
Nutzer: Sozialhilfeverband Weiz
Planung: Hohensinn Architektur
Projektleitung: Erich Wutscher
Tragwerksplanung: Vatter & Partner ZT GmbH
Elektrotechnik: TB Stengg
Küchenplanung: Fritsch GmbH & Co KG
Haustechnik: Ing. Karl Ferk GmbH, TB Pechmann GmbH
Bauphysik: Consulting Engineers - Rosenfelder & Höfler
Landschaftsplanung: DI Anna Detzlhofer
Brandschutzkonzept: Oberbrandrat i.P. Franz-Karl Planinsic
Bodengutachter: Lechner ZT GmbH
Vermessung: Kukuvec ZT GmbH
Nutzfläche: 7.718 m²
Betten: 140
Planungsbeginn: 01/2010
Baubeginn: 05/2011
Fertigstellung: 12/2012
Baukosten netto: 11,0 Mio.
Betreubares Wohnen: 31 Wohneinheiten
Baukosten netto: 2,5 Mio.
Fertigstellung: 03/2013